9 Dez 2009

Auf der Suche nach dem “fön reist” (LPC)

Author: evident (Florian Bäthge) | Filed under: Allgemein

Ein etwas skuriles Bild

Ein etwas skuriles Bild

Mitten auf dem Magdeburger Universitätsplatz liegt er, der “fön reist” von upigors, ein richtig toller Lost Place Cache. “Moment mal!”, werden da einige rufen: “Auf dem Uniplatz ist doch garkein Gebäude, wie kann denn da ein Lost Place liegen?”. Na ist doch klar, das ist ein Mystery-Cache und der Cache liegt eigentlich ganz woanders!

Den Weg zum Cache sollen zwei Bilder schildern, und da ich natürlich nichts vom Cache spoilern will, sag ich auch nichts genaueres dazu. Am letzten Sonntag war es für uns dann soweit, wir wollten uns auf die Suche nach diesem Cache machen, besonders nachdem er uns von mehreren anderen Cachern empfohlen wurde.

Schon vom Auto aus konnten wir den Hinweis von einem Foto erkennen und da der Titel des Caches auch nicht ohne Grund so gewählt wurde, war uns ja schon von vornherein klar, wo wir hin mussten. Also wurde unser Cachemobil abgestellt, Gürteltasche mit allem drumherum umgeschnallt, Taschenlampen geschnappt und dann gings rein ins Gebäude. Die Türen stehen ja weit offen.

Und jetzt ein dreifacher Auerbach-Salto!

Und jetzt ein dreifacher Auerbach-Salto!


Aber was nun, wir hatten ja keine genaueren Hinweise. Alles, was wir wussten war, dass uns dort ein feiner Multi erwarten würde und wir sogar unser Auto benötigen werden. Also gings im Gebäude rauf und runter, jedes Stockwerk, jedes Zimmer und jeder Winkel wurde untersucht, überall hochgeklettert und alles fein ausgeleuchtet. Doch irgendwie blieb alles ohne Erfolg. Plötzlich hörten wir von draußen Geräusche! Da waren irgendwo Kinder unterwegs. Als wir aus einem der Fenster schauten, sahen wir ein paar Knirpse, sie müssen so zwischen acht und zehn Jahre alt gewesen sein, die munter Steine suchten, um damit eines der letzten verbleibenden unversehrten Fensterscheiben zu treffen. Nur ein paar Meter neben uns kamen dann bald ein paar kleine Steine durch die Fenster geflogen und landeten auf den Holzdielen.
Och menno, wo sind die Hinweise?

Och menno, wo sind die Hinweise?

Judith und ich blickten uns an und wir dachten uns: Hehe, das können wir auch! Komm, denen spielen wir einen Streich. Also hob ich einen der Steine auf und warf ihn aus der Deckung heraus runter zu den Kindern (keine Angst, hab natürlich keinen von ihnen getroffen und das auch nicht vorgehabt. Habe die Steine bewusst so geworfen, dass sie ein paar Metern neben den Kindern auf dem Boden gelandet sind, wir wollen ja schließlich auch niemanden verletzen). Den zweiten Stein, der neben ihnen landete, bemerkten sie dann auch und bekamen es mit der Angst zu tun. Einer fragte “Hast du den geworfen?”, ein anderer “Aber da oben ist doch keiner!”. Nachdem sie panisch durcheinandergewuselt sind war ihnen dann anscheinend klar – da oben muss ein Geist sitzen – und sie sind schreiend weggelaufen!

Nach diesem Heidenspaß gings weiter auf unserer Suche, aber immernoch ohne Erfolg. Wir hatten ja noch nichtmal einen Hinweis gefunden, der uns sagt, nach was wir überhaupt suchen mussten. Schließlich entschieden wir uns, Jan&Anne anzurufen, die den Cache vor einer ganzen Weile bereits gefunden und ihn uns wärmstens empfohlen hatten. Die beiden waren zufällig gerade in der Nähe unterwegs und entschlossen sich daher kurzerhand, einfach mal schnell vorbeizukommen. Kurze Zeit später waren sie dann bei uns und gaben uns einen kleinen Schubser in die richtige Richtung. Wir, insbesondere ich, waren mal wieder nur zu blind gewesen. Nachdem wir wussten, wonach wir suchen mussten, ging auch alles deutlich schneller. Irgendwie nur ärgerlich, dass wir überall, wo letztendlich ein Hinweis versteckt lag, schon einmal geguckt hatten. “Wie konnten wir das nur übersehen?” kam letztendlich mehrmals über unsere Zungen.

Damit man bei der Arbeit auch an was schönes denken kann!

Damit man bei der Arbeit auch an was schönes denken kann!


Doch ein Hinweis blieb uns leider doch verborgen und auch Jan&Anne konnten uns dort nicht mehr weiterhelfen. Da ich Uwes Nummer noch vom Tower of Death eingespeichert hatte, mussten wir zum Telefonjoker greifen. Glücklicherweise ging er auch schnell ran und konnte uns einen kleinen Tritt in die richtige Richtung geben. Somit war auch der nächste Hinweis schnell gefunden, mal wieder an einer Stelle, an der wir eigentlich schon geguckt hatten.

Danach ging die Suche immer weiter bis wir dann wieder im Auto saßen und versuchten, anhand unseres letzten gefundenen Hinweises herauszufinden, wo sich der Final versteckt hat. Jan&Anne mussten sich dann leider von uns verabschieden, da sie noch andere Pläne hatten, aber was sollte uns nun schon noch in den Weg stellten. Nachdem wir wussten, wo sich der Final versteckt gings nochmal rein und auf direktem Wege dorthin. Ein bißchen Akrobatik war zwar von Nöten und die Klamotten wurden ganz schön eingesaut, aber letztendlich hatten wir die Dose in der Hand. Das hat doch mal echt Spaß gemacht! Ein echt toller Cache an einem richtig tollen Ort! Ein ganz großes Danke an upigors für diesen tollen Cache und die Arbeit, die dort reingesteckt wurde! Außerdem danke an Jan und Anne, ohne die wir wohl nicht so weit gekommen wären oder zumindest noch deutlich länger hätten suchen müssen.

Das nächste mal werden wir wohl doch mal ein wenig genauer hinschauen müssen, dann bleiben uns die Hinweise auch nicht so sehr verborgen. In der Foto-Sektion der Seite gibt es jetzt auch eine Bildergalerie mit weiteren Bildern aus dem “fön reist”!
Wir können diesen Cache jedenfalls nur sehr empfehlen! Also versucht euch doch auch alle dort!

Soweit von uns,
Team -evident (Judith und Flori)

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8 Responses to “Auf der Suche nach dem “fön reist” (LPC)”

  1. Famerlor Says:

    Hmm, Kinder mit Steinen bewerfen…. das klingt wirklich nach nem “Heidenspaß”…
    *kopfschüttel*

  2. evident (Florian Bäthge) Says:

    1. haben wir die Kinder nicht beworfen, sondern lediglich zwei Steine wieder zurück aus dem Gebäude befördert.
    2. kann man manche Sachen auch echt zu ernst nehmen…
    3. haben wir in meiner Jugendzeit keine Fensterscheiben zerworfen, auch wenn das ne alte Ruine war…

    Oder hab ich vergessen, meinen Ironieknopf einzuschalten? ;-)

    -Flori-

  3. Famerlor Says:

    1. Klingt im Blog-Eintrag irgendwie noch anders…

    2. kann man manche Sachen auch zu locker nehmen…

    3. ich auch nicht, und? Sollte dies nen Argument werden warum man Kinder mit Steinen bewerfen darf?

    4. weiss ich nicht, was der Ironieknopf am Inhalt geändert hätte…

  4. evident (Florian Bäthge) Says:

    Ich möchte mich nur ungern mit dir streiten, aber im Blog-Text oben steht als Wortlaut:

    “Also hob ich einen der Steine auf und warf ihn aus der Deckung heraus runter zu den Kindern (keine Angst, hab natürlich keinen von ihnen getroffen).”

    Ich weiß persönlich nicht wie man das so interpretieren könnte, als hätten wir die Kinder direkt beworfen, aber da du es anscheinend hast, möchte ich mich in aller Form entschuldigen und nochmal klarstellen: Wir haben keines der Kinder auch nur annähernd direkt beworfen, nur zwei kleine Steinchen aus dem Fenster geworfen, die mehrere Meter neben den Kindern auf dem Boden gelandet sind.

    Damit sollte die Diskussion darüber doch geklärt sein und wir können uns beide unserem Feierabend-Bier widmen. Ich glaube, ich kann es doch noch am besten einschätzen, wie die Situation da aussah, da ich ja dort war. Ich persönlich empfinde es als lustig, Unsinn treibenden Kindern mal einen kleinen Schrecken einzujagen, mehr ist dort auch nie geschehen, wie auch im Blog zu lesen war. Wenn man das falsch interpretieren konnte, ok, dann tut mir das Leid.

    -Flori-

  5. Famerlor Says:

    “…(keine Angst, hab natürlich keinen von ihnen getroffen)…”
    klingt für mich nach: es war mehr Zufall dass niemand getroffen wurde denn Absicht.

    Egal, mir geht es auch nicht um jene Formulierung, sondern mehr darum, dass aus deinem Text herausklang, dass es lustig sei Kinder potentiell einer Gefahr auszusetzen…

    zudem empfinde es als lustig, Bloggern die sich wenig Gedanken um ihre Handlungen und ihre Schriften machen, eben dies unter die Nase zu reiben. ;)

    Gute Nacht!

  6. evident (Florian Bäthge) Says:

    Nagut dann möchte ich mich eben nochmal entschuldigen, dass das bei dir falsch rübergekommen ist. Ich hatte zwei andere Cacher Probelesen, von denen ist niemand auf die Idee gekommen, dass wir die Kinder gefährdet hätten.

    Werde es im Blog nochmal neu formulieren, damit unsere harmlosen Absichten besser rüberkommen. Werde versuchen, das bei nächsten Blogeinträgen noch mehr zu beachten.

    Damit sollte das Problem doch geklärt sein, oder? Wir haben uns da wohl ein wenig stark reingeschaukelt…

    Frohes Cachen!
    -Flori-

  7. upigors Says:

    @ evident: höre nicht auf “Fräulein Famerlor”. Der brauch immer irgendwen den er irgendwie dusselig anmachen kann um sich dann hinterher als armer, Mißverstandener zu hinzustellen. Mein Tip aus ettlichen Erfahrungen mit ihm: einfach ignorieren….. sonst werden Dir Deine Worte im Mund umgedreht oder Deine Einträge in seinem Blog gelöscht… :-O
    ===========================
    Dein Blog gefällt mir, schön aufgemacht und schreiben scheint Dir auch zu liegen…. Weiter so ;-)

  8. Chris Race Says:

    So ein Quatsch, “…Kinder potentiell einer Gefahr aussetzen…” ! Erstens haben die auf einem solchen Gelände nix zu suchen, setzen sich dadurch übrigens SELBST einer Gefahr aus und das Fensterscheiben-Einwerfen kann auch ins Auge gehen (auf beiden Seiten)! Denen gehört kein Schrecken eingejagt, sondern ordentlich der Hosenboden stramm gezogen. Und früher hätte man das auch so gemacht, während man heute so ziemlich alles toleriert.

    @evident: Schöner Eintrag, ich hätte die Steine auch zurück geworfen :))

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